Gymnasium Dinkelsbühl
Naturwissenschaftlich-technologisches
und Sprachliches Gymnasium


Exkursion ins Germanische Nationalmuseum

Exkursion ins Germanische Nationalmuseum der Klassen 9c und des Kurses 1ku1

Um der Ermangelung von originalem Anschauungsmaterial im Kunstunterricht entgegenzuwirken, fuhren die Klassen 9c und der Kurs 1ku1 am Freitag, den 24.11.2017, gemeinsam mit StRin Veronika Schulte-Bockholt und StRef Christoph Binder ins Germanische Nationalmuseum nach Nürnberg.

Da sich die 9. Jahrgangsstufe im Unterricht seit einigen Stunden mit dem Thema „Mode" beschäftigte, bot es sich an, die großzügige Sammlung des Museums, die rund 300 Originale aus drei Jahrhunderten umfasst, zu besichtigen.

In Begleitung einer Museumspädagogin wurden die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Führung „Auf dem Laufsteg: Vom Reifrock zum Minikleid" chronologisch mit den Modetrends verschiedener Stationen in der Geschichte bekannt gemacht.

Anhand der Sammlung wird deutlich, dass die Kleidung einer Epoche nicht nur die damaligen Aufgaben und Pflichten von Mann und Frau charakterisieren, sondern häufig für bestimmte politische Strömungen und Vorstellungen stehen. Auch aktuelle modische Vorlieben der Schülerinnen und Schüler wurden der Geschichte der Mode gegenübergestellt, beispielsweise konnten Ähnlichkeiten zwischen dem aktuellen Trend der „Ripped Jeans" und der „Schlitzmode" der Renaissance festgestellt werden.

Um die Inhalte der Führung anschaulich zu machen, bekamen die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, selbst in Kleidung verschiedener Epochen zu schlüpfen. So konnten die Schülerinnen beispielsweise die Erfahrung machen, dass die Bewegungsfreiheit der heute so beliebten „Skinny-Jeans" einen krassen Gegensatz zu den Einschränkungen darstellt, welchen die Frauen sich beim tragen eines Reifrocks ausgesetzt sahen. Auch die Schüler stellten fest, dass die heute häufig eher schmucklose Herrenmode in der Geschichte weit prachtvollere Vorgänger hat. Bei einer abschließenden Modenschau in den opulenten Räumlichkeiten der Ausstellung 19. Jahrhundert, wurden nicht nur der Geschichte nachempfundene Kostüme auf Bewegungstauglichkeit getestet, auch das Lebensgefühl, von welchem jedes Kleidungsstück erzählt, konnte eindrucksvoll nachempfunden werden.

Die Schüler der Q11 setzen sich im ersten Halbjahr mit künstlerischen Positionen der Moderne in Malerei und Plastik auseinander. Dies konnte am Freitag im Germanischen Nationalmuseum vor ausgewählten Originalen des Museums durchgeführt werden.

Während der Führung „Expressionismus und Dada" erhielten die Schüler Einblick in Bildsprache und Positionen der Expressionisten. Dabei wurde die Bildsprache von Künstlern wie Ernst Ludwig Kirchner und August Macke an ihren Werken untersucht. Darüber hinaus wurden expressionistische und dadaistische Gedichte als Originalaufnahmen vorgespielt. Begleitet war die Begegnung mit den Bilder stets von der Frage nach den gesellschaftspolitischen Umständen dieser Zeit.

Am Ende der Führung durften die Schüler in Gruppenarbeit selbst aktiv werden und Collagen zu aktuellen Themen der Zeit legen, die im Anschluss an die Arbeit auch von den Schülern vorgestellt und in der Gruppe diskutiert wurden.

 

Über den Dächern von Nizza

Studienfahrt der Q12 nach Nizza / Côte d’Azur (17. bis 22. September 2017)

Unter dem Motto „Natur und Kunst an der Côte d’Azur und im Hinterland“ unternahmen zu Schuljahresbeginn 18 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe mit Organisator OStR Stefan Mertenbaur sowie StRin Petra Leberle ihre Studienfahrt an die wegen ihres zumeist azurblauen Himmels und Meeres ebenso beliebte wie belebte französische Mittelmeerküste.

Ziel der Anreise war die Nizza, die Präfektur des Département Alpes-Maritimes („Seealpen“), wo sich die Schüler rasch davon überzeugen konnten, dass diese Stadt nicht umsonst „la belle“ („die Schöne“) genannt wird. Nach dem Bezug der Jugendherberge und einer ersten Strand“begutachtung“ standen eine amüsante Stadterkundung mit dem „petit train touristique“ sowie ein Besuch des kunstgeschichtlich bedeutsamen Chagall-Museums auf dem Programm. In diesem bietet der von dem russischen Maler Marc Chagall an Frankreich geschenkte Zyklus seiner message biblique erstrangigen kunst- und religionsgeschichtlichen Anschauungsunterricht. Frau Leberle und Herr Mertenbaur brachten den Schülern mit künstlerischen und theologischen Erläuterungen die Tiefe des Werks der beeindruckenden Persönlichkeit Chagalls näher.

Nach dem Picknick auf dem Burghügel mit herrlichem Ausblick über Meer und alten Hafen gab die Bewusstmachung der furchtbaren Dimension des terroristischen Nizza-Attentats am Nationalfeiertag (14. Juli) 2016 am Ort des Geschehens, auf der Promenade des Anglais, Anlass zum Innehalten und Nachdenken.

Die atemberaubenden Preise des im Stil der „Belle Époque“ erbauten, höchsten Luxus versprühenden und entsprechend (sündhaft) teuren Hotel Negresco wurden von einem „Spähtrupp“ im Foyer ausgekundschaftet: Suite mit Meerblick für 3000€ pro Nacht gefällig?

„Über den Dächern von Nizza“ fanden wir zum Tagesausklang im Jardin des Franciscains eine Oase der Ruhe als Kontrapunkt zur sehr belebten Uferpromenade.

In Monaco tauchte man im von Fürst Albert I. gegründeten ozeanographischen Museum in die faszinierende Unterwasserwelt mit teils sehr skurril anmutenden Geschöpfen, bevor am Fürstenpalast das traditionelle Zeremoniell der mittäglichen Wachablösung verfolgt wurde. Auf dem Rückweg nach Nizza über die malerische Meeruferstraße (basse corniche) gönnte sich die Gruppe ein aufgrund der Nachsaison angenehm ruhiges Strandpicknick in der Badebucht von Beaulieu.

Die Exkursion ins westlich von Nizza gelegene Hinterland führte zunächst in das pittoreske Künstlerdorf Saint-Paul-de-Vence, einem typischen village perché, womit die Franzosen ein altes, auf einem Berghügel gleichsam wie ein Vogel hoch auf dem Baum „nistendes“ Wehrdorf bezeichnen.

Nach dem Genuss fürs Auge gab’s in der Confiserie Florian den für den Gaumen: ein Live-Einblick in die handwerkliche Produktion von Süßigkeiten absoluter Premiumqualität wurde von Kostproben im Laden gekrönt: „Goûtez par exemple la confiture de pétales de rose (edle Konfitüre aus Rosenblättern)!“ – „Mmmh! Délicieux!“

Beim Picknick am kalten Wildbach Loup konnte so mancher seinen Neigungen zu kneippschen Wasserkuren frönen.

Die Führung durch die usine historique der Parfümerie Fragonard in Grasse, der „Welthauptstadt des Parfüms“, bot einen anschaulichen Überblick über die Komplexität der traditionellen Herstellung hochwertigster Düfte aus echten Blüten-Essenzen, für die man wahrlich ein „feines Näschen“ braucht.

Von Cannes aus ging’s mit dem Boot auf die seit Jahrhunderten von Zisterziensermönchen bewohnte und kultivierte stille Insel Saint-Honorat, die auf einem Rundgang erkundet wurde und interessante Einblicke in die Geschichte bot: Unter Napoleon wich dort die christliche Meditation den beiden fours à boulets genannten Öfen, in denen Kanonenkugeln zum Glühen gebracht wurden, um deren Zerstörungskraft bei der Abwehr feindlicher Segelschiffe zu erhöhen. Zudem sind die während des Zweiten Weltkriegs errichteten Geschützbunker stumme Zeugen des Versuches deutscher Besatzungstruppen, die Stadt Cannes und die Umgebung vor einer Invasion durch die Alliierten zu schützen.

Zurück auf dem Festland entdeckten wir auf dem Chemin des Etoiles („Starallee“) vor dem Palais des Festival (Filmfestpalast) in Cannes die 140 Händeabdrucke und Signaturen internationaler Kinostars.

So trat die Gruppe mit einem Kaleidoskop an geschichtlichen, geographischen, kulturellen und kulinarischen Eindrücken aus einer neuentdeckten Region unseres Nachbarlandes „im Gepäck“ die Heimreise an.

(Text: Stefan Mertenbaur, OStR)

P-Seminar Bergsteigen


Projekt: Hüttenwanderung im Karwendelgebirge

Im Rahmen des P-Seminars Bergsteigen plante der Kurs eine viertägige Hüttenwanderung vom 02.07.2014 bis zum 05.07.2014 im Karwendelgebirge. Folgendes Tagebuch gibt einen Eindruck, was wir in den Bergen erlebt haben:

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Tag 1:

Obwohl wir uns für die Anfahrt ins Karwendelgebirge mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereits um 06:25 Uhr am Bahnhof in Nördlingen einzufinden hatten, war der vollständige Kurs aus 15 Schülern der Q11 pünktlich an Ort und Stelle. Mit unseren Begleitlehrern Frau Hagen, Herrn Strauß und Herrn Funk machten wir uns auf den Weg in die Eng am Großen Ahornboden. Unsere erste sportliche Betätigung hatten wir Dank der Deutschen Bahn eher als erwartet. Aufgrund einer Verspätung unserers überfüllten Zugs, mussten wir innerhalb von zwei Minuten quer über den Münchner Hauptbahnhof rennen - und das mit etwa 10 Kilogramm Gepäck auf dem Rücken.

In der Eng angekommen, begann es leider kräftig zu regnen. Doch Herr Strauß und Herr Funk wussten sich für die erste Wanderetappe durch Regen und Nebel mit ihren stylischen Regenponchos zu wappnen. Aufgrund der schlechten Sicht konnte unser Gruppenführer Moritz schlecht abschätzen, wie weit es noch bis zur Lamsenjochhütte war und meinte alle zehn Minuten, dass wir bald da seien. Jedoch kamen wir - völlig durchnässt und fertig - erst nach vier Stunden Fußmarsch bergauf bei unserem Ziel an. Dort erwartete uns eine warme Dusche (zumindest für die Schnellen, für die das Warmwasser noch reichte). Die Zeit bis zum Abendessen vertrieben wir uns mit den Spielen Walter, Mäxle und Wizzard. Danach verkrochen wir uns zeitig in unser gemütliches Matratzenlager.

  

Tag 2:

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Trotz des schlechten Wetters am Vortag schien schon in den Morgenstunden die Sonne zum Fenster des Lagers der Lamsenjochhütte herein. Die Gruppe startete mit viel Freude auf die Tour zur Falkenhütte. Zuerst ging es den gesamten Weg vom Vortag wieder zurück, bei dem die Gruppe feststellen musste, dass auch bergab Laufen anstrengend sein kann. Auf der Tour begneten wir nicht nur Almkühen, sondern auch Gemsen, die uns beim Wandern zuschauten. Im Engtal angekommen folgte eine kleine Pause, welche vom Großteil der Gruppe genutzt wurde, den im Bauernladen erhältlichen Almkäse aus der eigenen Käserei zu kaufen. Auf dem weiteren Weg entlang des beeindruckenden Bergmassivs kamen wir an Bächen vorbei, an denen wir unsere Trinkflaschen auffüllen konnten. Auf einer schönen Blumenwiese machten wir für das Referat von Thomas über die Pflanzen- und Tierwelt in den Alpen Rast. Nach einem weiteren langen Aufstieg kam endlich die Falkenhütte in Sicht. Allerdings mussten wir mit jedem weiteren Schritt entlang eines schmalen Pfads über ein Geröllfeld feststellen, dass die Hütte zunächst weitaus näher schien als sie tatsächlich war. Bei strahlendem Sonnenschein kamen wir dann schließlich glücklich und erschöpft an der Hütte des Deutschen Alpenvereins an.

 

Während manche Schüler es vorzogen, eine Pause einzulegen und es sich auf der Sonnenterrasse der Falkenhütte gut gehen zu lassen, brach am Nachmittag eine Gruppe besonders motivierter P-Seminarler auf, den Mahnkopf zu erklimmen. Nach einem schweißtreibenden Aufstieg zum Gipfel, wurde zunächst die spektakuläre Aussicht und der zurückgelegte Weg bestaunt. Da kein Gipfelbuch vorhanden war, hinterließen wir spontan einen Brief, welchen wir einfach an das Gipfelkreuz steckten und machten ein mehr oder weniger gelungenes Gipfelselfie. Wieder zurück bei der Falkenhütte genossen wir nach dem Abendessen den schönen Sonnenuntergang in den Bergen.

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Tag 3:

Am dritten Tag klagten einige bereits über müde Beine. Doch der Großteil der Gruppe war heute besonders motiviert, weil wir rechtzeitig zum WM-Spiel „Deutschland gegen Frankreich“ auf der nächsten Hütte ankommen wollten und die Wetterprognose für heute wieder ziemlich gut war. Außerdem sollte der Weg von der Falkenhütte zum Karwendelhaus, den wir an diesem Tag bewältigen mussten, weniger steile Passagen haben, was im Vergleich zu den vorherigen Tagen ein Segen war. Nach einem kräftigenden Frühstück machten wir uns also auf den Weg, um rechtzeitig zum Anfeuern unseres Teams an der nächsten Hütte anzukommen.

 

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Bereits nach ein paar Metern wurden wir von einer Herde Kühe überrascht, die uns zunächst freudig verfolgte und dann auch noch neugierig umzingelte. Unsere Gruppenführer "Gruppendings 1" (Fabian) und "Gruppendings 2" (Felix) ließen sich jedoch davon nicht aus der Ruhe bringen und führten uns sicher durch Wald, ausgetrocknete Flussbetten und Wiesen. Während unserer Pausen hörten wir zwei Referate über den Umweltschutz in den Alpen und die Anpassungen verschiedener Tiere und Pflanzen an die besonderen Verhältnisse in den Alpen. Am frühen Nachmittag erreichten wir das Karwendelhaus und dort erwartete uns bereits ein Schild mit der Aufschrift: "Heute ab 18h: Neuer gegen Frankreich". Mit Vorfreude auf das Abendprogramm nutze ein Teil unserer Gruppe noch die restliche Zeit, um das Hochalmkreuz zu besteigen.

 

Am letzten Abend vor dem Heimweg saßen wir alle zusammen, spielten ein paar Spiele und genossen den Sieg der deutschen Nationalmannschaft. Bei unserem kleinen Publicviewing, bei dem wir zu vierzigst auf einen Fernseher mit einer gefühlten Bildschirmdiagonale von 15 cm sahen, waren wir überrascht, mit welcher Emotionalität Herr Strauß das Fußballspiel begleitete. So vertrug er sich beispielsweise gar nicht mit dem österreichischen Kommentator und war der Überzeugung, dass es angenehmer sei, "mit Bela Rethy oder sogar ohne Ton" das Spiel zu verfolgen.

 

Tag 4:

Da für heute ein Gewitter angekündigt war, mussten wir schon um 07:00 Uhr beim Frühstück sein, damit wir möglichst bald aufbrechen konnten. Das hieß, um 06:30 Uhr aufstehen, Zähne putzen, alle sieben Sachen packen, Wanderschuhe schnüren und vor die Hütte zum morgendlichen Briefing eilen. Unsere heutigen Gruppenführer waren Tim und Elias, welche sich auch als "Gruppendings 1" und "Gruppendings A" bezeichneten. Die ersten Meter losmarschiert, fing es - war ja klar - zu regnen an. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Während der ersten paar hundert Höhenmeter wurde in den ersten Reihen kräftig gesungen: Von Wanderliedern bis hin zu "Potter Puppet Pals - The Mysterious Ticking Noise". Endlich im Tal angekommen, dachten wir, dass wir es nicht mehr weit bis zu unserem Zug Richtung Heimat hätten..."Nix da!" Auf uns kam ein langer Marsch auf einem langweiligen und breiten Schotterweg zu, neben dem sich ein klarer, türkiser Bergfluss schlängelte. Da wir von den letzten drei Tagen ziemlich erschöpft waren, legten wir sehr viele kurze Pausen ein, in denen sich jeder erholen konnte. Nach fünf endlosen Stunden Wanderns mit Gesprächsthemen wie zum Beispiel alten Fernsehsendungen über Mangas, kamen wir endlich in Scharnitz an. Als wir schließlich abends Nördlingen erreichten, gab es keine tränenreiche Verabschiedung, stattdessen Applaus für eine gelungene, sehr lustige und erlebnisreiche Exkursion, bei der für jeden etwas dabei war.

 

Wer nun Lust bekommen hat, unsere Hüttenwanderung selbst auszuprobieren, erhält in folgendem Flyer alle nötigen Informationen zur Tour.

 
Das P-Seminar Bergsteigen 2013/15 und StRin Sandra Hagen

Q12-Kursfahrt zur "Geburtsstätte der Naturwissenschaften"

Studienfahrt in die Toskana (September 2012)
Kultur, Sonne, Gemeinschaft und ein (unglaublich) schiefer Turm

Auf eine letzte gemeinsame Studienfahrt vor dem Abitur begaben sich Schüler der Q12 des Gymnasiums Dinkelsbühl in die Toskana/Italien. Studienfahrten am Gymnasium Dinkelsbühl sind eine beliebte Tradition. Zeitgleich fanden Fahrten nach Südfrankreich und London statt.

Mitte September steuerte die Italienabordnung in einer Nachtfahrt die Stadt Florenz an. Unterwegs waren 21 Schülerinnen und Schüler und ihre Begleitlehrkräfte Sandra Hagen, Josef Soltys und Matthias Strauß. Als Glücksfall stellte sich heraus, dass der Italienkenner Joseph Soltys, ehemaliger Lehrer am Gymnasium Dinkelsbühl, für die Fahrt gewonnen werden konnte. Nach 13 langen Stunden konnten die Schüler die Zimmer im Jugendhostel „7 Santi“, einem ehemaligen Kloster, beziehen. Der Rest des Tages wurde zu einem Stadtspaziergang und einer fachkundigen Führung zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Florenz genutzt. Bei Temperaturen um 30° Celsius konnte ein herrlicher Spätsommertag genossen werden.

Im Verlauf der Woche hatten die Jugendlichen Gelegenheit, beeindruckende Bauleistungen und naturwissenschaftliche Errungenschaften zu bewundern. Das Thema der Fahrt „Die Geburtsstätte der Naturwissenschaften“ erwies sich als nahezu unerschöpflich, galt es doch, jeden Tag in einer anderen Stadt neue Entdeckungen zu machen.

Am folgenden Tag besichtigten die Schüler Siena und San Gimignano. Unter fachkundiger Anleitung wurden die Gassen Sienas und vor allem der weltberühmte Dom mit seiner teilweise islamischen Prägung erkundet. Am Nachmittag verschlug der atemberaubende Blick von der mittelalterlichen Stadt San Gimignano auf die hügeligen Weinregionen der Toskana  der Reisegruppe den Atem. Glücklicherweise blieb die Reisegruppe während der gesamten Woche von Taschendiebstählen in den teilweise sehr vollen Touristenstädten verschont.

Am Tag darauf schlug das Wetter um: leichter Nieselregen bei Temperaturen um 25° Celsius taten der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch. Für die etwas längere Fahrt zur Hafenstadt Pisa wurden die Schülerinnen und Schüler mit einem Blick auf den schiefen Turm von Pisa belohnt. Auch wenn vielen die Neigung des Turms von Bildern bereits bekannt war, so wunderten sich doch alle, wie schief er in Wirklichkeit war: Ein Überhang von vier Metern an der Spitze des Turms ließ doch einige Zweifel an der Stabilität aufkeimen. In unmittelbarer Nähe befand sich auch der Dom und das Baptisterium. Vor allem die einmalige Akkustik des Baptisteriums, in der ein Ton bis zu elf Sekunden lang nachhallen kann, ist ein Beweis der Baukunst des Architekten. Wie kein anderer Verstand es unser Guide Giovanni Giannini (der Name ist nicht erfunden!) die Schülergruppe trotz des Regens in seinen Bann zu ziehen. Auf dem Rückweg machte man Halt in der Kleinstadt Lucca, deren langobardischer Einschlag die Stadt doch sehr von den übrigen besuchten Städten abhob.

Abgerundet wurde die Fahrt schließlich durch zwei Museumsbesuche am Donnerstag. Zunächst wurde in der Stadt Vinci, dem Geburtsort des berühmten Universalgelehrten Leonardo da Vinci, das ansässige Museum besucht. Dieses ist allein dem Wirken des Malers, Bildhauers, Architekten und Naturwissenschaftlers gewidmet. Zahlreiche Erfindungen wurden in Miniaturgrößen nachgebaut und ausgestellt. Der zweite Besuch im Museum der Naturwissenschaften in Florenz war vor allem dem Wirken Galileo Galileis gewidmet. An den ausgestellten Fallversuchen konnten die Schüler auch ihr eigenes Wissen unter Beweis stellen. Am Abend feierten die Schüler Abschied von der Stadt Florenz und ihrem toskanischen Flair. Vor allem der Innenhof des Jugendhostels war während der gesamten Woche beliebter Treffpunkt für Schüler und Lehrer. So wurde auch an diesem Abend noch einmal der gesellschaftliche Aspekt solcher Reisen in vollen Zügen genossen. Die Heimreise am darauf folgenden Freitag verlief ohne Probleme, das sommerliche Klima Italiens vermissten die Beteiligten jedoch bereits beim Aussteigen aus dem Bus in Dinkelsbühl.

 

Anouk Bernhardt, Joshua Hübel und OStR Matthias Strauß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder:

oben rechts: Florenz mit Dom

darunter: Gasse in Siena

darunter: schiefer Turm von Pisa

darunter: Gruppenbild

unten links: Leonardos Entwurf eines Panzers

unten mitte: Kran zum Domkuppelbau, ebenfalls entwickelt von Leonardo da Vinci

Q12-Studienfahrt nach Südtirol und in die Toskana

"Bella Italia": Kultur und Wissenschaft im Überfluss (September 2014)

27 Schülerinnen und Schüler der Q12 des Gymnasiums Dinkelsbühl begaben sich auf die Suche nach den Geburtsstätten der modernen Naturwissenschaften und erlebten ereignisreiche Tage in Südtirol und im Herzen der Toskana. Ein abwechslungsreiches Programm und von den Schülern selbst durchgeführte Stadtführungen bzw. Referate sorgten für eine umfangreiche Erweiterung des Wissenshorizonts.

34 T 8e687Mitte September startete die Abordnung unter Leitung der Lehrkräfte Sandra Hagen, Matthias Strauß und dem sich im Ruhestand befindenden Josef Soltys sonntags früh morgens zur Besichtigung des Wasserkraftwerks „enerpass“ im Passeiertal in Südtirol. Die Fahrt über den Jaufenpass, von dessen höchstem Punkt ein grandioser Ausblick genossen wurde, gestaltete sich aufgrund der zahlreichen Serpentinen etwas schwierig. Entlohnt wurde die Reisegruppe allerdings durch den gastfreundlichen Empfang in einem der mordernsten und umweltfreundlichsten Wasserkraftwerke Italiens. Nach einem wissenschaftlich fundierten und interessant aufbereiteten Vortrag und der Besichtigung des Generatorenhauses bezog man Unterkunft in einer Jugendherberge im nahegelegenen Meran. Sehr zum Wohlwollen einiger Schülerinnen fand am selbigen Abend im Rahmen der Meraner Musikwochen ein Liveauftritt einer bayerischen Band statt, der zu einer stimmungsvollen Abrundung des Tages beitrug.

125 T e8b6aNach sechsstündiger Fahrt wurde tags darauf endlich das Hostel PlusFlorence in Florenz erreicht, die Unterkunft für die abschließenden vier Nächte. Dieses erwies sich als Glücksgriff, konnte es doch bei den mitgereisten Schülern aufgrund seiner Ausstattung, Lage und seiner expliziten Ausrichtung auf Jugendliche punkten. Im Verlauf der Woche hatten die Mitgereisten nun Gelegenheit beeindruckende Bauleistungen und naturwissenschaftliche Errungenschaften zu bewundern. Das Thema der Fahrt „Die Geburtsstätte der Naturwissenschaften“ erwies sich als nahezu unerschöpflich, galt es doch, jeden Tag in einer anderen Stadt neue Entdeckungen zu machen. Zunächst wurde der Nachmittag für eine Stadtführung durch Florenz genutzt, bei dem zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie die Paradiespforte am Baptisterium oder der Dom, von Schülern in Referaten erklärt wurden.

159 T 8027fAm folgenden Tag besichtigten die Schüler Siena und San Gimignano. Unter fachkundiger Anleitung wurden die Gassen Sienas und vor allem der weltberühmte Dom mit seiner teilweise maurischen Prägung erkundet. Am Nachmittag konnte der atemberaubende Blick von der mittelalterlichen Stadt San Gimignano auf die hügeligen Weinregionen der Toskana von der Reisegruppe genossen werden. Noch größeren Anklang bei den Schülern fand allerdings das hervorragende Eis, für das die ausgewählte Eisdiele angeblich den „Weltmeistertitel“ erhalten hatte, wie eine nicht zu übersehende Tafel am Eingang verkündete.

 

 

 



221 T f47a5Am Mittwoch wurde die Fahrt zunächst durch einen Besuch des „Museo Leonardiano“ in Vinci fortgesetzt. Im Geburtsort des Universalgenies Leonardo da Vinci wurde diesem damit ein Denkmal gesetzt. Das Wirken des Malers, Bildhauers, Architekten und Naturwissenschaftlers wird dort mit Hilfe zahlreicher Nachbauten in Miniaturgröße ausgestellt. Für die etwas längere Fahrt zur Hafenstadt Pisa wurden die Schülerinnen und Schüler mit einem Blick auf den schiefen Turm von Pisa belohnt. Auch wenn vielen die Neigung des Turms von Bildern bereits bekannt war, so wunderten sich doch alle, wie schief er in Wirklichkeit war: Ein Überhang von vier Metern an der Spitze des Turms ließ doch einige Zweifel an der Stabilität aufkeimen. In unmittelbarer Nähe befand sich auch der Dom und das Baptisterium. Vor allem die einmalige Akustik des Baptisteriums, in der ein Ton bis zu elf Sekunden lang nachhallen kann, ist ein Beweis der Baukunst des Architekten.

 

303 T c8e3fDer letzte Tag in Italien war noch einmal dem Thema der Energiegewinnung gewidmet. Dieses Mal sollte die Geothermie, also die Nutzung der Erdwärme, in Larderello untersucht werden. Der Museumsrundgang erwies sich jedoch für einige Schüler als schwierig, waren die zahlreichen Schautafeln doch ausschließlich in Englisch oder Italienisch gehalten und zudem mit Fachbegriffen gespickt. Um einen Eindruck von der in diesem Gebiet an die Oberfläche gelangenden Erdwärme zu bekommen, wurde eine Wanderung in der Umgebung durchgeführt. Der Schwefelgeruch, die heißen Dämpfe und die vielen Röhren, die die Erdwärme zu den Generatoren leiteten, stellten ein beeindruckendes Schauspiel dar. Die Vollsperrung einer Bergstraße aufgrund eines Autounfalls ließ die Heimfahrt zur Herberge allerdings zur Geduldsprobe werden. Doch bei der „Big Party“ in der Hosteldisco – Karaoke inbegriffen – hellte sich die Stimmung wieder auf.

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Anekdoten

41 T c87f4Sonntag ,1.Tag , 21.9.14:
* Treffpunkt 5:45 Uhr Buswendeschleife bei Starkregen!
* 5:50 Uhr: Frau Hagen hat das Zählen wohl nicht erfunden :-), kommt das erste Mal auf 26 und das zweite Mal auf 28 Schüler ….. daraufhin schickt sie Jana und Juliane zum Zählen durch den Bus: 27 => endlich geht’s los !!!
* Beim Runterfahren vom Jaufenpass in einer 180° - Kurve kurzzeitiges Aufliegen des Busse auf einer Bodenwelle - Uff! - mit dem Schrecken davon gekommen
* Stadtführung durch Meran, Bierfest mit der Band "Rotzlöffel"-> fröhliches Tanzen auf Helene Fischers "Atemlos"

83 T be57bMontag , 2. Tag , 22.9.14:
* 8:00 Uhr Abfahrt nach Florenz
* Bei Ankunft Snack im "Mac"
* Stadtführung durch Florenz mit Referaten, kurzzeitiges Verlieren von Herrn S. = unser heimlicher "Anführer mit dem schnellen Griff zur Kamera"
* Besichtigung des Doms, in den viele Mädchen nicht durften, da sie nur Tops und kurze Hosen trugen

202 T a5affDienstag , 3. Tag , 23.9.14:
* Siena, Führung durch Frau "Donnatella" (diesmal dachten alle an Schulter- und Kniebedeckung, auch wenn dies nur mit Schals und Tüchern erfolgte)
* Zusehen beim Abschleppen eines falsch geparkten Autos
* San Gimignano: Bestes Eis der Welt => Jeder Schüler kauft sich ein Eis, die Lehrer bekommen ihres kostenlos (Mengenrabatt :-) )
* Ankunft im Hostel, Weinprobe bei Beates Referat auf der Dachterrasse mit herrlichem Blick über Florenz, Fazit: "Schmeckt nicht!"

Mittwoch , 4. Tag , 24.9.14:
* Vinci: Führung durch das Museo Leonardiano – jeder verdammt müde!
* Pisa: dort angekommen, wollen "fliegende Händler" Sonnenbrillen, Uhren und Täschchen verkaufen (natürlich PRADA), seltsame Verkaufsstrategie: Rufe wie „Schackalackabumbum!!!“???
* Leon hat Spaß mit "durchgeknalltem" Japaner => Videoaufnahme!

Donnerstag , 5. Tag , 25.9.14:
* Abfahrt nach Larderello bei Rege
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* nach 2h Fahrt : Geotermiekraftwerk (ohne Führung - und alle müssen dringend auf’s Klo)
* Motivation sinkt: Fahrt zum Wandern am Schwefelberg
* Große Hitze und nur bei einigen wenigen Schülern Freude über 1½ h Wanderung ("Fühlen uns wie Berggemsen"), unangenehmer Schwefelgeruch und teilweise ''Toskana-Urwald''
* Rückfahrt: Bergstraße komplett gesperrt, Carrabinieri haben die Ruhe weg :-(
* Schüler im Regen vor dem Bus mit einigen unmöglich umsetzbaren Ideen zum möglichen Wenden des Busses
* Ankunft um 19:00 Uhr in Florenz: Schüler genervt, vor allem die Mädchen, da keine Zeit mehr für Shoppen ist
* Bis spät in die Nacht: ''Big Paty'' im Hostel an unserer Bar im Frühstücksraum – Karaoke (Frau Hagen und Herr Strauß voll dabei)
* Singen von ''Atemlos'' (danach wollte keiner
der anderen Gäste mehr deutsche Lieder hören!?)

Freitag , 6. Tag , 26.9.14:
* 8:30 Uhr Beginn der endlos langen Heimfahrt
* kurz vor Ankunft in DKB : Partybusstimmung mit ''Atemlos''
* 20:10 Uhr Ankunft: DAHEIM!

Christina Prügel, Isabell Janson, OStR M. Strauß

197 San Gimignano c074a

27.07.
Zeugnisausgabe
30.07. - 10.09
Sommerferien
05.09.
Besondere Prüfung D
06.09.
Besondere Prüfung M
07.09.
Besondere Prüfung FS
03.10.
Tag der Deutschen Einheit
04.10.
Jahrgangsstufentest Deutsch Jgst. 6
04.10.
Jahrgangsstufentest Englisch Jgst. 10
Platzhalter

Gymnasium Dinkelsbühl, Ulmer Weg 5, 91550 Dinkelsbühl, Tel. 09851/5554070